Die Theorie der gelenkten Flüchtlinge

In der rechtsextremen und rechtspopulistischen Szene hat sich die Verschwörungstheorie etabliert, Flüchtlinge würden durch gezielte US-Intervention „produziert“ und damit würden sie eine Destabilisierung Europas herbeiführen. Attraktiv ist dabei, dass man ein xenophobes Weltbild mit dem typischen Feindbild, die USA und nicht selten auch Israel/“Zionisten,“ verknüpfen kann. Querfront-Linke nutzen das Feindbild zur „Aufklärung“ aus, um den „wahren Schuldigen“ aufzudecken und pflichten damit indirekt dieser Theorie bei. Weiterlesen „Die Theorie der gelenkten Flüchtlinge“

Islamophobie – Wo der Rassismus beginnt

In der als „antideutsch“ bezeichneten Linken wittern viele Kritiker einen antimuslimischen Rassismus. Auch wenn ich persönlich diese Kategorie für Unsinn halte, da der Islam keine Rasse darstellt, so nimmt die Islamkritik häufig die Funktion der Rasse im biologistischen Weltbild der Rechtsextremen ein. Da offener Rassismus gesellschaftlich verpönt ist, erklärt man kurzerhand alle Araber zu Muslimen (was an sich schon falsch ist) und behauptet, aus dieser Sozialisierung müsse logischerweise Frauenverachtung, Antisemitismus und Homophobie resultieren. Damit substituiert das neue Merkmal die Alten, welche nicht mehr verwendet werden „dürfen.“

Nun wird der antideutschen Linken häufig vorgeworfen, kulturdeterministischen Rassismus (antimuslimisch halte ich für zu unpräzise) zu verbreiten und zu vertreten. Auf die meisten antideutschen Kritiker trifft das definitiv NICHT zu. Auch wenn Stephan Grigat und Justus Wertmüller aufgrund ihrer radikalen Islamkritik von der radikalen Rechten rezipiert werden (z.B. in dieser Verlinkung von Wertmüller durch PI-News, allerdings ist es eine reine Verlinkung des Vortrags ohne Text.  [1]) so überzeugt der Artikel in der Bahamas Nr. 71 „Nicht so bleiben, wie man ist“ vom Gegenteil. Zitat: „Leute, bei denen die Eisdiele frequentierende Asylbewerber bereits Bedrohungsgefühle auslösen, haben kein Interesse daran, junge Männer aus fremden Ländern aufzufordern, die Spielgeräte für ihre Kinder frei zu machen und ihre Zigaretten außerhalb zu rauchen – dazu tun sich Herr Rabe und „unsere deutschen Frauen“ nicht zusammen. Ihnen sind Recht und Gesetz genauso wie der sie angeblich verbürgende Konsens der Demokraten egal: Sie wollen den Ausnahmezustand, der erst nach erfolgter Massenabschiebung wieder aufgehoben werden kann.“ Diese Aussagen beziehen sich auf ein rassistisches Posting eines CDU-Politikers. Man merkt, dass Wertmüller eben keineswegs für Abschiebungen und Grenzen ist. Wer aber weitestgehend muslimische Menschen nicht abschieben möchte, sondern ausschließlich deren Sozialisierung kritisiert, der erfüllt schon einmal das zentrale Kennzeichnen des Rassismus nicht, die Abgrenzung.

Von den meisten Vordenkenkern und Theoretikern der Antideutschen kann man einen solchen nicht annehmen, ausgeprägt ist er bei keinem. Wohl aber finden sich zum Beispiel bei Horst Pankow (Bahamas, Jungle World) doch einige „Ausrutscher,“ die in dieser Form auch bei PI zu finden wären. In dem Artikel „Mit dem Kopftuch durch die Wand“ verwendet er Formulierungen wie diese:

„Das westliche Bedürfnis, sich an den Islam anzuschmiegen, wird freilich weiter akut bleiben. Betül Ulusoy könnte also noch ein weiteres Mal zur Domina deutscher Knechtsseelen aufsteigen.“ (Rechtschreibung übernommen)

Auch wenn seine Analyse über den fingierten Kopftuchskandal nicht falsch ist, so strotzt sie vor zynischen und abwertenden Begriffen, auch die Unterstellung einer deutschen Knechtseele ähnelt der Wut rechtspopulistischer Hetzer darüber, dass es zu keiner nationalen Revolution kommt. Die Behauptung, das deutsche Wesen wäre ein Unterwürfiges ist eine häufige Argumentation derer, die den Nationalsozialismus durch die Feigheit der Menschen erklären wollen, um eine Analyse der Gesellschaft in eine genehmere Richtung zu leiten.

Die Wortwahl der Domina behauptet auch einen islamischen Willen zur Unterwerfung der europäischen Freiheit. Dabei zeigen doch die Analysen der aktuellen Bahamas im Artikel „Eine Fatwa aus Pocking“ (leider nicht online), dass der Westen sich nicht dem Islam unterwirft, sondern dessen Identität übernimmt. Domina ist insofern richtig, da die Unterwerfung auf westlichen Wunsch vonstatten geht, aber der Islam (bzw. die meisten Flüchtlinge) kommt nicht mit dieser Intention her, sondern führt die antifreiheitliche Identität mit sich, eben weil der Westen sie selbst in sich trägt.

Als Fazit kann man äußern, dass es keinen ausgeprägten Rassismus innerhalb der antideutschen Linken gibt, aber durchaus Anknüpfungspunkte. Während Wertmüller, Grigat, Scheidt und die meisten anderen es schaffen, sich klar davon abzugrenzen, gibt es Menschen wie Pankow, die sich nicht wirklich von rassistischen Interpretationen distanzieren. Ihre Islamkritik wird häufiger zu einer Moslemkritik, die die Person hinter der Ideologie schärfer angreift als die Struktur und Aussage der Ideologie selbst.

 

[1] http://www.pi-news.net/2007/11/justus-wertmueller-ueber-die-radikalen-linken/

[2] http://jungle-world.com/artikel/2015/25/52149.html

Die Struktur des linken Antizionismus

In einem früheren Text bin ich bereits ein wenig auf meine eigenen Gedanken zwischen den Unterschieden und Gleichheiten des rechten, sowie des linken Antizionismus eingegangen, allerdings nicht sehr ausführlich. Dabei kann Augstein als Parade-Beispiel des links-reaktionären Lagers herhalten.

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Der kabarettistische Aluhut 4

Hagen Rether ist seit 2003 als Kabarettist aktiv und propagiert auf der Bühne sein Weltbild, das sich aus antiamerikanischen, antiindividualistischen, reaktionären und globalisierungskritischen Elementen zusammensetzt. Sein zentrales Programm heißt „Liebe,“ähnlich wie Volker Pispers‘ „Bis Neulich“ besteht es aus alten Texten und Aktualisierungen.

Bei Hagen Rether kann man getrost von einem Ökofaschisten sprechen, auch wenn diese Bezeichnung mehr demagogisch als inhaltlich präzise ist, denn bei seinen Auftritten ist vor allem das zynisch verkleidete schlechte Gewissen omnipräsent. So muss sich das Publikum schlimmste Anwürfe gefallen lassen, wenn es um Fleischkonsum und Konsumverhalten im Allgemeinen geht. So nennt er den Einkauf bei einem Metzger schon zynisch und scheint letztlich die Ungerechtigkeiten der Welt auf das Verhalten des Einzelnen zurück zu führen, ohne Systemzwänge wahrzunehmen. [1] Dazu passt auch, dass er Mitglied bei Attac ist, einer der größten Vereinigungen von Globalisierungskritikern in Deutschland, denn er wünscht sich keinen radikalen Kurswechsel, kein Wechsel des kapitalistischen Systems, sondern eine Veränderung des Menschen im gleichbleibenden Umfeld. Attac macht die Globalisierung und das Internationale für Ungerechtigkeiten verantwortlich. Sie verstehen die Lohnarbeit für einen internationalen Großkonzern als eine Ausbeutung, weil der Ausbeuter ein Anonymes und Dunkles bleibt, was den Unterschied zur Ausbeutung durch den sichtbaren Vorgesetzten macht. Auch bei Hagen Rether blitzt diese Einschätzung durch, wenn er Globalisierungskritiker mit Nike-Schuhen kritisiert und seine Kapitalismuskritik über Adidas und McDonalds nicht hinaus kommt. [2] [3]

Hagen Rether ist des Weiteren ein großer Freund des Islams, vielleicht sollte man sogar eher von Verharmlosung als von Rassismuskritik sprechen. Während jede Missetat der katholischen Kirche in seinen Programmen Aufmerksamkeit erhält und mit dem Katholizismus gleichgesetzt wird, so gibt es islamisch motivierte Gewalt in seinen Augen nicht. Auch betrachtet er Moslembashing scheinbar als deutschen Volkssport, [4] (zugegeben ist der Auftritt von 2007, doch änderte sich seine Haltung bis heute nicht nennenswert) obwohl bei keiner anderen Religion eine Debatte existierte, ob sie überhaupt kritisiert werden dürfe. Bis heute gilt Islamkritik als rassistische Haltung, weder Christentum, noch Hinduismus, nicht einmal das Judentum genießen solch einen Welpenschutz.

„Früher hieß das Spiel „Kanaken raus!“ und kam aus der Unterschicht, heute heißt das Islamkritik und kommt von ganz oben.“ -Hagen Rether, 29.12.2007 –

Diese Gleichsetzung von dumpfem Rassismus mit dezidierter Islamkritik hält nicht nur den Fakten nicht stand (in Teilen der radikalen Linken wird scharfe Islamkritik geübt, die nicht rassistisch ist), sie ist auch die Gleichsetzung eines Gedankensystems mit der eigenen Herkunft. Wie es bei Globalisierungskritikern nicht unüblich ist versteht er die Gesellschaft als Zwang und das Kollektiv als deterministische Sozialisierung. Die Globalisierung wird als feindselig wahrgenommen, weil sie Kollektive überflüssig macht und sogar aktiv aufbricht.

Hagen Rether nimmt die moderate Interpretation des Islam als den „wahren Islam,“ obwohl klar sein müsste, dass Wahhabismus und Salafismus genauso islamisch fundiert sind. Das Problem, nämlich die Möglichkeit der Interpretation nach eigenem Geschmack, spricht er nicht an. Anhand seiner Auftritte (die Verlinkten reichen für einen Überblick aus) kann man nachvollziehen, dass islamistische Gewalt für ihn letztlich die Schuld des Westens ist. Kann ein Anschlag nicht mehr kleingeredet werden, so ist die Intervention westlicher Staaten im Nahen Osten an der Gewalt mitschuldig und die Radikalisierung junger Menschen den schlechten Lebensbedingungen geschuldet. Diese führt er wiederum auf den (westlichen) Kapitalismus, US-Interventionen und die Globalisierung zurück.

Zusammengefasst ist er Vertreter eines autoritären Staates, wie an seiner Aufforderung zur Errichtung einer Ökodiktatur (!!) unschwer zu erkennen ist, sowie an seinen resigniert-verächtlichen Äußerungen zum Thema Freiheit. [5] Kapitalismuskritik kommt bei ihm, im Vergleich zur Globalisierungskritik, selten vor, meist bleibt es bei der Verdammung des Konsums und der Eliten. Alles in allem ist er mehr Konsum- als Kapitalismuskritiker, nicht die Verwertung des Menschen wird kritisiert, sondern die Möglichkeiten des Individuums, sich dieser zu entziehen.

 

 

[1] https://www.youtube.com/watch?v=sHNY1Xt-Y-o

[2] http://www.attac.de/was-ist-attac/prominente/hagen-rether/

[3] https://www.youtube.com/watch?v=-xF8oSppilg

[4] https://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM

[5] https://www.youtube.com/watch?v=xnuIzO0dmec

Antizionismus und Antisemitismus

Häufig wird die Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus kritisiert und auf den ersten Blick kann man sich wirklich fragen, weswegen eine Gleichheit bestehen sollte. In diesem Text möchte ich zwei Fragen beantworten, die sich ähneln. 1) Warum Antizionismus auch ohne Verwandtschaft zum Antisemitismus falsch ist. 2) Warum man beide Ideologien sehr wohl gleichsetzen kann.

1) Fasst man die Fakten zusammen, so ist Israel der einzige Staat, in dem Juden und Jüdinnen keine Verfolgung fürchten müssen und eine Schutzgarantie als Mehrheit haben, der einzige demokratische Rechtsstaat und der permanenten Bedrohung durch die arabische Liga ausgesetzt. Die Kriegshandlungen begannen mit dem Angriff der muslimischen Verbündeten (genauer Irak, Syrien, Libanon, Jordanien und Ägypten) auf den neu gegründeten Staat Israel. Der Zionismus ist die Ideologie des jüdischen Rechts auf einen eigenen Schutzraum, der als Lehre aus der Geschichte der jahrhundertelangen Judenverfolgung nötig wurde. Ein Antizionist ist also ein Mensch, der den Juden das Recht auf diesen Schutz vorenthalten möchte. Man könnte nun fragen, womit diese Ansicht begründet würde.

Also leugnet man also den Nutzen eines jüdischen Staates. Doch allein die Tatsache, dass seit der Existenz Israels keine weitere antisemitische Massenverfolgungen auftraten und Versuche der Holocaustwiederholung durch arabisch-islamistische Organisationen durch das israelische Militär verhindert wurden widerlegt dieses Argument. In den zwei verlinkten Artikeln wird einerseits die neue Bedrohung Israels sowie die rechtliche Legitimierung seiner Selbstverteidigung erläutert, in dem anderen zeigt sich, dass bislang kein Jahrhundert ohne Antisemitismus und Judenverfolgung verging, die Annahme einer gesellschaftlichen Integration aller Juden also vorerst illusionär bleibt. [1] [2]

Wenn man den Nutzen anerkennt, muss also daraus folgen, dass das Leid, das aus der Existenz Israels erwächst, größer als der Nutzen ist. Ergo folgt daraus eine Gleichsetzung der Situation der Palästinenser mit dem Holocaust und darüber hinaus die Fehleinschätzung, die Situation der Palästinenser sei in erster Linie auf Israel zurückzuführen. Beide Vorwürfe können angesichts der Faktenlage nicht aufrechterhalten werden, denn die Palästinenser erhalten internationale Hilfen, hatten schon mehrfach die Möglichkeit zur Gründung eines eigenen Staates und brachen selbst Friedensverhandlungen ab. [3] [4]

Antizionismus muss also eine andere Grundlage haben als die logischer Schlüsse aus objektiv richtiger Faktenlage. Damit wären wir beim zweiten Punkt, was Antizionismus mit Antisemitismus gemein hat:

2) Antizionismus richtet sich als solcher gegen einen einzigen Staat, der grob gesagt die (im Vergleich zu anderen Staaten besonderen) Eigenschaften, ein Jüdischer zu sein, künstlich und vor allem mit einem Ziel geschaffen zu sein. Israel wurde nicht gegründet, um Machtansprüche zu sichern, sondern um das Überleben der Juden zu garantieren. Da Antizionismus sich ausschließlich gegen diesen Staat richtet, muss es an einer dieser abweichenden Eigenschaften wirken. Ist die Begründung die jüdische Prägung, so muss der Antisemitismus nicht mehr hergeleitet werden, sondern er ist offenkundig. Ist es dagegen die künstliche Schaffung, dann ist man offenkundig Anhänger der Theorie, der Staat sei mehr als ein konstruierter Verwaltungsapparat, sondern er entstehe organisch. Nur folgt aus der Ansicht eines staatlichen Wesens logischerweise auch die Möglichkeit, als wachsendes Wesen zu erkranken und man muss trennen zwischen dem Gesunden und Kranken in der Gesellschaft. Also setzt diese Ablehnung des Zionismus voraus, dass man in völkischen Kategorien denkt und eine Volksgemeinschaft zugrunde legt. Die Volksgemeinschaft ist die homogenisierte Menge aller Individuen, die ihr Selbst aufgeben um für das große Ganze zu sein, Abweichungen, Aufklärung, kritisches Denken, all das ist nicht mehr erwünscht. So folgt aus der Volksgemeinschaft die Xenophobie und die Ablehnung von Eliten als verderbend.

Diese Kausalkette ist zugegebenermaßen lang und mag darum abwegig erscheinen, doch sind die Folgerungen logisch. Kurz zusammengefasst ist der offenkundige Zusammenhang auch schneller zu begreifen.

  1. Die Ablehnung erfolgt aus der „Künstlichkeit“ des Staates Israel.
  2. Ergo müssen die anderen Staaten „organisch“ sein und bilden mehr als eine konstruierte Hierarchie, also ein einheitliches Wesen, dass irgendwie zusammen gehört, geeinigt durch Kultur und Tradition.
  3. Ergo ist diese Gesellschaft als ein Einziges zu fassen. Jedes Individuum dient als Schraube im Gewinde, hat seine eigene Funktion ohne dabei ein Selbst zu haben.
  4. Als Resultat muss es aber auch Gruppen geben, die dem Ideal der Homogenität nicht entsprechen, da das Weltbild des Völkischen auf Kategorien beruht, die die Welt in einfachere Schubladen verteilt. Diese Gruppen werden als schädlich für den Volkskörper empfunden.
  5. Im Allgemeinen ist dieses Denken strukturell antisemitisch, da von Lenkungen und gezielten Angriffen auf die völkische Gemeinschaft ausgegangen wird.
  6. Im Falle des Antizionismus bezieht es sich dabei auf einen „störenden Fremdkörper,“ der jüdisch ist. Struktureller Antisemitismus bedeutet, gleiche Denkmuster wie der Antisemitismus zu bedienen. Beziehen diese Muster sich auf Juden, ist es natürlich nicht mehr nur strukturell, sondern vollkommen ausgeprägter Judenhass.

 

[1] http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/israels-selbstverteidigungsrecht-option-praeventivschlag-11712357.html

[2] http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37951/von-der-antike-bis-zur-neuzeit?p=0

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Palästinensisches_Flüchtlingsproblem

[4] http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/NaherMittlererOsten/IsraelPalaestinensischeGebiete/geschichte-des-nofp_node.html

Naidoos pazifistisches Plattitüdenmassaker

Xavier Naidoo hat einen neuen Song veröffentlicht, für den er prompt Zustimmung von Jürgen Todenhöfer erhielt. Da in Kreisen politisch nicht vollkommen unzurechnungsfähiger Menschen eine Zustimmung Jürgen Todenhöfers gleichbedeutend mit einer Ignorierungsaufforderung ist, könnte man sagen, dieser Song hat die Beachtung nicht verdient. Doch um sich durch das verquere Weltbild des Sängers zu quälen muss eine solche Analyse sein, vor allem, da der Text ausschließlich in Fragmenten Beachtung fand.

Eine Auseinandersetzung mit dem Text als Ganzem ist etwas langwierig, bietet aber Aufschluss über völkisches Verschwörungsdenken. Die Zitate sind allesamt dem Text entnommen und der Bezug zum IS wurde aufgrund des Veröffentlichungsdatums angenommen [1]:

„Ich hab gelernt ich soll für meine Überzeugungen
einstehen und meinen Glauben nie leugnen
warum soll ich jetzt nach so langer Zeit
davon Abstand nehmen dazu bin ich nicht bereit“

Schon der Einstieg zeigt die heroische und narzisstische Selbstsicht des Sängers. Anstatt einer kritischen Selbstreflexion im Bezug auf die zuvor geäußerten „Anfeindungen“ gegen ihn suhlt er sich im Märtyrertum und stilisiert sich zum Opfer, dass dem Ansturm der Massen aber trotzt, anstatt daran zu zerbrechen.

Viele Verschwörungstheoretiker stellen sich als Geschädigte medialer Hetzkampagnen dar und machen sich so unangreifbar, jedwede Reflexion wird in diesem Zustand vermieden, da sie den Schutz aufweichen würde. Markus Staiger hat in seinem bereits einmal erwähnten Text über ein anderes Lied von Naidoo angemerkt, dass dieser sich allzu oft zur Lichtgestalt erklärt und neue Führer für das Volk fordert.

Verschwörungstheoretiker wittern eine Verschwörung durch Informationen, die sie im Falle einer Existierenden gar nicht haben könnten und verbinden Dinge, die offenkundig keinen Zusammenhang haben. Da ihre Argumentationslogiken dabei häufig wacklig sind, ist die Flucht in eine paranoid-narzisstische Wahnvorstellung unerlässlich, um das Weltbild weiter erhalten zu können. Kritik gilt per se als faschistoider Akt. Damit ist ihr Kritikbegriff selbst auch antidemokratisch, was Menschen wie Naidoo mit dem Verweis auf freie Meinung zu kaschieren suchen.

Muslime tragen den neuen Judenstern
Alles Terroristen, wir haben sie nicht mehr gern
Es ist einfach nur traurig
die alten Probleme im dritten Jahrtausend nach Christus

Die erste Zeile ist die Skandalzeile, die auch großes Medienecho hervorrief. Sogar die alles andere als israelfreundliche Süddeutsche Zeitung verurteilte sie als Holocaustrelativierung und unverhältnismäßig. [3] Zweifelsohne ist diese Zeile eine Relativierung ungeheuren Ausmaßes, da die Kennzeichnung durch Judensterne einerseits auf islamische Tradition zurückgeht [4] und andererseits ein Vergleich zwischen Alltagsdiskriminierung und staatlicher Deportation sowie Verfolgung absolut geschmacklos und falsch ist. Auch die Behauptung, Muslime seien alle Terroristen wurde von keinem nennenswerten Politiker je vertreten, vielmehr nannten Inhaber hoher Regierungsämter den Islam einen Teil von Deutschland, z.B. Angela Merkel, Christian Wulff und Joachim Gauck. [5] [6] [7] Die Integration von Muslimen ist also Staatsraison, was von der Einbindung der Juden in die deutsche Gesellschaft des dritten Reiches nicht zu behaupten ist.

Was auch typisch ist für Verschwörungsideologen ist die Tatsache, dass man keinen Fortschritt in der Entwicklung der Menschheit sehen will. So werden die Werte der Aufklärung für nichtig erklärt, sie gelten als der Barbarei der vorbürgerlichen Gesellschaft gleichwertig. Man könne sagen, es sei einfach nur eine weitere verkürzte Erklärung, um sich in pseudo-kritischer Misanthropie zu wälzen, doch es ist vielmehr als das. Esoteriker erkennen im Verlust des Glaubens an eine Transzendenz und eine klare Abtrennung zwischen Gut und Böse eben nicht den Fortschritt, sondern einen Rückschritt. Xavier Naidoo teilt uns mit den letzten beiden äußerst wichtigen Zeilen mit, dass die Aufklärung und die bürgerliche Gesellschaft regressiv überwunden werden müssen und nicht in der Aufhebung von Kollektiven enden dürfen.

Und Frieden ist uns immer noch wichtig
du willst in Frieden leben und hier ist es
nur noch einen Hauch entfernt
wir haben alles über das Töten gelernt

Dieser Vers ist schon aufgrund verquerer Metaphorik nur schwer zugänglich. Meine eigene Interpretation wäre, (ich muss zugeben, nicht genau zu wissen, wie diese Zeilen gemeint sind) dass Naidoo behaupten möchte, ohne westlichen Einsatz sei der Frieden zu bewahren.

Ihm scheint dabei nicht klar zu sein, dass der Nahe Osten seit der Begründung des Islams von Kriegen und Konflikten überzogen wird. Auch hier sieht man den typischen West-Zentrismus (antiwestlicher) Verschwörungstheoretiker. Konflikte sind stets auf den Westen zurückzuführen, Eigenverantwortung und die Möglichkeit zum freien Denken scheinen den Arabern selbst nicht gegeben. Wie soll denn die Beendigung des vollkommen verworrenen Konfliktes zustande kommen, wenn nicht durch Waffengewalt, die IS/Assad/Hamas usw. vom Morden abhält?

Vom Frieden sind wir meilenweit weg
Das Schlachtfeld ist schon abgesteckt
Doch wir sind auch nur einen Hauch weit weg
Vom Himmel er ist um die Ecke

Wie die meisten Verschwörungsideologen sieht auch Xavier Naidoo sich in einem Krieg. Die Tatsache, dass Deutschland einen (vollkommen lächerlichen) Militäreinsatz gegen den IS plant sieht er dabei wohl als kriegslüsterne Außenpolitik, die den Frieden stört. Die chronische Realitätsverweigerung dieses Textes liegt auch in der Annahme, dass Europa den Krieg erklärt hätte, obwohl der Anschlag in Paris de facto der Auslöser war, dass Deutschland nun zäh einen Militärschlag simuliert. Die Utopie des Friedens, wie sie völkischen Menschen vorschwebt ist dabei auch unvereinbar mit Demokratie und Rechtstaatlichkeit, da sie das Subjekt verleugnet und den „Frieden ohne Freiheit“ fordert.

Ich weiß es ist schwer zu glauben
doch man will dir deinen Platz im Paradiese rauben
man weiß erst was man hatte wenn es nicht mehr da ist
verhindere den Krieg bevor er wirklich wahr ist.

Die Anspielung auf das Paradies im Kontext des Kriegs gegen Islamisten ist dabei von besonderer Ekelhaftigkeit. Die paranoide Wahnvorstellung der islamischen Welt, der Westen führe einen Krieg gegen den Islam wird darin reproduziert und als unumstößliche Wahrheit dargestellt. Das der Erstschlag gegen die freie Welt mit der Achse Berlin-Bagdad in das 19.Jahrhundert startete und eben nicht auf die Interventionen des Westens zurückgeht wird dabei ebenso verschwiegen wie der mörderische Antisemitismus, der bei Demonstrationen in Gaza und Deutschland zutage tritt und Resultat dieser Anschauung von „Frieden“ und „Paradies“ ist. Naidoo stilisiert eine imperialistische und klerikalfaschistische Bewegung zur Freiheitsfront gegen den Westen und offenbart damit auch den wahren Feind seiner Friedensutopie, die Freiheit und Selbstverantwortung.

Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg
wenn wir das nicht sagen dürfen dann läuft doch etwas schief
doch wer vom Krieg profitiert
ist irritiert wenn er sein Propagandakrieg verliert

Dem Refrain liegt neben seinem anzüglich Kitsch noch das typische Paradoxon von Verschwörungsideologien zugrunde. Die Behauptung, etwas nicht sagen zu dürfen, was doch permanent geäußert wird, ist in sich schon so unlogisch, dass es dem Interpreten selbst auffallen müsste. Dass es das nicht tut ist nur ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr Naidoo schon in seiner Welt gefangen ist. Nebenbei erwähnt er noch den Mythos und antisemitischen Topoi einer „gelenkten Presse.“ Wie auch hier üblich wird vergessen, dass Menschen wie Jürgen Todenhöfer nach wie vor in respektablen Zeitungen schreiben können, obwohl sie doch Naidoo’s Weltbild in großen Teilen selbst propagieren.

Wir rüsten ab und nicht auf
immer noch Schwerter zu Pflugscharen
die Schwerter sind verkauft
Okay ich habe noch eins
Aber es kommt aus dem Mund
ansonsten habe ich keins

In gewohnter Überheblichkeit bezeichnet Naidoo sein Wort als Schwert, das mit den Lügen aufräumt und der Wahrheit und dem Frieden den Weg bahnt. Hier gesellt sich zum narzisstischen Komplex und Highlander-Heroik noch biblische Symbolik. Das Schwert, welches aus dem Mund kommt ist eine Anspielung auf Jesaja 49:2 in der Jesaja sich als Prophet bekennt, der die Lügen der Reichen anprangert und Fürsprecher der Armen und Unterdrückten ist. Naidoo sieht sich offensichtlich in einer Rolle als Prophet, eine solche Funktion schrieb er sich auch schon früher zu. [8] [9] Ein weiteres Bibelzitat stellt „Schwerter zu Pflugscharen“ dar, da es aber auch eine Parole der Friedensbewegung war, muss hier eine weitere Symbolik nicht angenommen werden. [10]

Fassen wir zusammen. Xavier Naidoo verstrickt sich weiter in seinen Fanatismus aus Heroik, Narzissmus, Paranoia und Größenwahn. Die immer abstruseren Verschwörungstheorien führen zum aggressiven Komplex eines sich immer um sich selbst kreisenden pathologischen Narzissten, der keine Selbstreflexion mehr kennt und einer kapitalistischen Verschwörung die Schuld am Elend der Welt und seinen eigenen Popularitätsverlusten gibt.

 

[1] https://www.youtube.com/watch?v=SpnYI_5Ni8Q

[2] http://www.zeit.de/kultur/musik/2012-11/xavier-naidoo-savas-homophobie

[3] http://www.sueddeutsche.de/kultur/friedenssong-xavier-naidoo-erklaert-dem-krieg-den-krieg-1.2767374

[4] http://tapferimnirgendwo.com/2015/12/04/muslime-tragen-den-neuen-judenstern-xavier-naidoo/

[5] http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-07/merkel-islam-deutschland

[6] http://www.zeit.de/2015/09/christian-wullf-angela-merkel-islam-deutschland

[7] http://www.welt.de/politik/deutschland/article106396522/Muslime-die-hier-leben-gehoeren-zu-Deutschland.html

[8] http://bibeltext.com/isaiah/49-2.htm

[9] http://www.welt.de/kultur/pop/article133167852/Xavier-Naidoo-der-Prophet-des-rechten-Glaubens.html

[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerter_zu_Pflugscharen

Die Kriegsparteien des Nahen Ostens

Die Überschrift mag anmaßend sein, weil es sich laut herrschender Meinung um einen sehr komplexen Konflikt handelt, den man gar nicht wirklich verstehen könne. Es geht hierbei nicht einmal nur um den israelisch-palästinensischen, sondern um sämtliche Konflikte in der Region. Denn im Kern kann man grob einige wenige Interessengruppen ausmachen:

  • Die Wahhabiten, die vor allem in Saudi-Arabien und Katar die Mehrheit der Muslime darstellen (Selbstbezeichnung „Salafis“). Sie stellen eine extrem konservative Variante des sunnitischen Islam dar und bekämpfen alle shiitischen, alawatischen oder säkularen Ausformungen der Religion, sowie natürlich auch Nicht-Muslime. Der IS legt die Grundideologie des Kalifats in deren Sinne aus und wurde darum lange durch Saudi-Arabien/Kuwait/Katar unterstützt. [1] [2] [3]
  • Die Shiiten und deren Verbündete. Shiitisch dominierte Staaten sind die islamische Republik Iran und der Restirak (von dem man wohl nicht mehr in einem anderen Terminus sprechen kann). Ebenso ist die Terrororganisation Hizbollah Anhänger der Shia, Assad ist darüber hinaus ein Verbündeter dieser Achse, trotz seiner säkular-alawitischen Autokratie. Obwohl der IS sein Regime bekämpfen sollte, herrscht zwischen dem Kalifat und Assad ein Zweckbündnis, dass sich in erster Linie gegen die Kurden und „moderate“ Rebellengruppen richtet. [4] [5] [6]
  • Die Türkei unter Erdogan. Erdogan verfolgt das Ziel eines groß-osmanischen Reiches und unterstützte darum lange Zeit den IS gegen die Kurden. Durch die Anschläge von IS-Militanten in der Türkei selbst wurde diese Hilfe auf Eis gelegt, bzw. minimiert. Erdogan bekämpft das Regime Assads und ist darum im Konflikt mit Russland, dass diesen unbedingt an der Macht behalten möchte. [7] [8] [9]
  • Das putinistische Russland. Russland möchte unbedingt Assad an der Macht behalten, um den eigenen Einfluss zu stärken, der nach dem Zerfall der Sowjetunion verloren ging. Darüber hinaus dient die russische Militärpräsenz VERMUTLICH auch der propagandistischen Außenwirkung als starker und hart durchgreifender Staat. [10]
  • Der demokratische und jüdische Staat Israel und die Kurden. Aufgrund der Unterstützung der Achse Iran-Restirak-Syrien für die Hizbollah fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe auf Syrien. Durch den IS und den Kampf der Hizbollah gegen diesen waren die meisten Milizen gegen Israel lange Zeit in anderen Konflikten gebunden, was für diesen Staat eine Ruhephase bedeutete. Durch eine Häufung radikal-palästinensischer Anschläge gegen jüdische Zivilist*innen und Soldat*innen trat nun aber eine Verschärfung der Innenpolitik in Kraft. Der Islamische Staat hat sich darüber hinaus im Gazastreifen festgesetzt und bedroht dort die Hamas durch noch radikalere antisemitische Forderungen. [11] [12] [13] [14]
  • Der „Westen.“ Darunter subsummiert man alles, was gerne von Freiheit redet, sie aber nicht verteidigen möchte. Deutschland, Frankreich und die kriegsmüden USA glänzten bislang vor allem mit Halbherzigkeit und häufig wechselnden Bündnispartnern. Die USA unterstützen wenigstens die Kurden und sind nach wie vor Schutzmacht Israels, dennoch ist in Obamas Außenpolitik das Trauma mehrerer verheerender Kriege leicht zu entdecken. [15]

Da es noch tausende kleinere Milizen und Fronten gibt, sollten diese hier erst einmal reichen, vor allem, weil es sich um die zentralen Lenker in diesen Konflikten handelt. Die Kurden und Israel stellen die demokratisch-liberalen Kräfte dar und sollten eigentlich für den Westen Priorität besitzen. Dieser steht aber weniger hinter den weltanschaulichen als den monetären Gründen und so bleibt die Unterstützung nur halbherzig. Im Moment gilt wohl für die meisten Parteien die Priorität, den Islamischen Staat zu besiegen, mit welchen Mitteln und Bündnissen ist dabei eher weniger wichtig. Zwar verweigerte sich Obama einer Zusammenarbeit mit Assad, was vernünftig ist, wie lange diese Vernunft aber anhalten wird ist noch unklar, man erinnere sich an andere Versprechen wie die rote Linie bei chemischen Waffen. [16] Frankreich dagegen sagte klar, dass eine Zukunft mit Assad für Syrien nicht möglich ist, schließt aber eine temporäre Zusammenarbeit nicht aus. [17]

Fakt ist, der Islamische Staat ist eine Gefahr für alle Nationen um ihn herum. Durch seine Benennung zum Kalifat hat er nämlich klar gemacht, dass er keine Herrscher neben sich dulden wird. Mit dieser Ernennung hat er sich Saudi-Arabien und andere Unterstützerstaaten zu Feinden gemacht, die auch prompt mit Verhaftungswellen gegen die islamistischen Zellen in ihren eigenen Ländern antworteten. [18] Doch trotz dieser Bedrohung für alle missbrauchen die umliegenden Länder den IS als Vollstrecker gegen die eigenen Gegner. Assad provozierte die Entstehung einer solchen Organisation bewusst, indem er die nicht-islamistischen Rebellen bombardierte, tausende Islamisten entließ und den IS bis heute nur halbherzig bekämpft. Somit ist auch klar, dass Assad und Russland als Urheber des Terrors NICHT seine Lösung sein können und eine Ablehnung von Interventionen an seiner Seite die erste Pflicht sein muss. Assad und IS dürfen keine Möglichkeit haben, Hegemone zu werden. Israel hat dagegen ein Interesse daran, dass über den Kampf gegen den IS nicht der Iran eine internationale Bedeutung erlangt und Teil der Koalition wird, da dieser antizionistische Fronten finanziert und Israel mehrfach mit der Vernichtung bedrohte.

Um es kurz zu machen: Die Türkei kämpft gegen die Kurden und Assad und ging dabei ein Zweckbündnis mit dem IS ein, welcher gegen Kurden, Israel, die westlichen Staaten, die Schiiten und nun auch die Golfstaaten kämpft. Die Golfstaaten unterstützten den IS lange, nach dessen offener Kriegserklärung gingen sie zum Gegenangriff über. Der Iran finanziert die Huthi-Rebellen im Jemen, um die wahhabitischen Staaten in Bedrängnis zu bringen und baut seinen Einfluss im Restirak weiter aus, während er den IS zurückdrängt. Assad ist mit dem Iran und Russland verbündet und bekämpft in erster Linie die Kurden, sowie halbherzig den islamischen Staat. Der Westen kann sich dabei nicht zu einer wirklichen Unterstützung der Kurden durchringen, bombardiert aber den IS, weigert sich dabei aber (noch) mit Putin und Assad zusammen zu arbeiten.

 

[1] http://www.zeit.de/2001/47/200147_wahabismus-kaste.xml

[2] http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/islamischer-staat-gotteskrieger-finanzierung-syrien-irak

[3] http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-terrorgruppe-isis-veroeffentlicht-regeln-fuer-menschen-in-mossul-a-974766.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Schia

[5] http://www.taz.de/!5022185/

[6] http://www.taz.de/!5049323/

[7] http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/tuerkei-wahl-recep-tayyip-erdogan

[8] http://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlag-von-ankara-tuerkei-ermittelt-gegen-is-und-pkk-a-1057806.html

[9] https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-syrien-105.html

[10] http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-verstaerkt-militaerhilfe-fuer-baschar-al-assad-a-1064935.html

[11] http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-israel-bombardiert-ziele-auf-den-golanhoehen-a-1049137.html

[12] http://www.n-tv.de/politik/Es-geht-nicht-um-Freundschaft-zu-Assad-article15296906.html

[13] http://www.welt.de/politik/ausland/article147157222/Die-dritte-Intifada-der-Palaestinenser-ist-laengst-da.html

[14] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/28771/Default.aspx

[15] http://www.welt.de/debatte/kommentare/article144436294/Der-Westen-verraet-die-Kurden-fuer-den-IS.html

[16] http://www.welt.de/politik/ausland/article146936404/Zwischen-Obama-und-Putin-steht-Diktator-Assad.html

[17] http://www.n-tv.de/politik/Russen-wollen-Syriens-Gemaessigte-schonen-article16443336.html

[18] http://www.faz.net/aktuell/politik/mehr-als-400-kaempfer-verhaftet-is-verhaftungswelle-in-saudi-arabien-13710273.html