Legal Highs 6 (LSA)

Heute soll es um die natürliche Substanz Lysergsäureamid, eine Vorstufe des LSD’s, gehen. Der Trip soll dem LSD sehr ähnlich sein, nur weniger optisch, wohingegen der Mind Trip sogar stärker ausfallen kann (ich berichte hier natürlich nur von den Erfahrungen anderer, schließlich ist LSD eine illegale Droge und sollte aus Respekt vor unserer wohltätigen Regierung und der Polizei, dem Freund und Helfer, nicht konsumiert werden).

LSA selbst ist in Deutschland legal erhältlich als Bestandteil von frei verkäuflichen Pflanzen (Morning Glory, Hawaiianische Babyholzrose o. Ä. Weiterführende Literatur) und induziert eine sehr intensive „spirituelle“ Erfahrung. Wie auch bei anderen Tryptaminen wie Psilocin, DMT oder LSD können die Erfahrungen zu Erkenntnissen führen, die den Konsumenten langfristig und oft positiv verändern. Zu einem solchen Fall kam es bei meinem letzten LSA-Konsum in Form der hawaiianischen Holzrosen und vor allem von diesem Trip will ich berichten. Näheres zu LSA (auch Ergin genannt) erfahrt ihr hier.

Meine eigene Konsumerfahrung ist vielfältig, während mein erster Trip ausschließlich aus Übelkeit und seltsamen Sinnesempfindungen bestand, die schwer zu beschreiben sind, war der Letzte eine Erfahrung, die für mich seelisch und psychisch extrem heilsam war. Der Unterschied lag vor allem darin, dass ich beim Letzteren statt einer Dosis von 8 Samen der hawaiianischen Holzrose nur 6 nahm (bei potenten Samen immer noch eine hohe Dosis, fangt am besten mit 2 an!!!) und 5 Stunden lang davor nichts aß. Auch ist es wichtig, die flaumige Hülle um die Samen zu entfernen, diese selbst zu zerkleinern und 24 Stunden in Wasser/Alkohol einzulegen. Ergin ist wasserlöslich, die Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Samen den Magen schneller passieren und minimieren dadurch die Übelkeit.

Da diese Tricks bei meinem ersten Konsum nicht bedacht wurden, werde ich ihn zur Beschreibung der Wirkung der hawaiianischen Holzrose auch nicht zu Rate ziehen. Er ist vielmehr ein Beispiel für die Unfähigkeit, die bekannten Safer Use-Regeln auch umzusetzen, da man es selbst ja „eh immer besser weiß.“

Ich konsumiert die sechs Samen abends und legte mich dann hin, über Kopfhörer lief das Album „Lucid Planet“ von der gleichnamigen Band. Erste Effekte traten nach etwas über einer halben Stunde auf, der Körper fühlte sich irgendwie „wolkig“ an und alles wirkte leichter. Die Musik erschien mir tiefsinniger, an der Decke waren Muster erkennbar, die schnell hin und her jagten. Was aber besonders beeindruckend war, war der Mind Trip, der sehr spirituelle und schöne Gedanken einbrachte, mich allerdings auch sehr schonungslos, gleichzeitig aber freundlich mit mir selbst konfrontierte. Mir wurde klar, wie ungesund mein ausufernder Konsum von Coffein, Downern und Tabak war, wie all das mich angriff und mir selbst im Weg stand. Ich fühlte mich sehr glücklich und erfüllt und hatte auf einmal auch die Gabe, den Menschen die ich hasste und die mich verletzt hatten, zu vergeben. Diese Gedanken traten in etwa eine Stunde nach dem Wirkungseintritt auf und dauerten an, bis ich nach einer weiteren einschlief.

Der interessanteste Teil begann aber erst mit dem Aufwachen am nächsten Tag. Ich lief draußen herum und sah in jeder Blume ein Kunstwerk der Natur, fühlte mich innerlich so ausgeglichen wie noch nie zuvor. Die Farben waren intensiv, doch nicht stechend scharf, sondern eher mild überzeichnet. Geräusche von überall schienen sich zu einem großen Musikstück zu ergänzen und das Gefühl einer All-Einheit dominierte meinen Verstand. Jede Pflanze und jedes Geräusch schien mir dabei aber Einsichten in mich selbst zu ermöglichen und erlaubte mir zu verstehen, was ich in meinem täglichen Leben falsch mache. Seit diesem Trip sind nun schon mehrere Tage vergangen und diese Einsichten halten auch nach dessen Abklingen an. Mein nicht unerheblicher Narzissmus und die selbstzerstörerischen Tendenzen treten nicht mehr auf seitdem und meine Fähigkeit zu Empathie und dem Eingestehen eigener Fehler ist wie potenziert.

Hier sehe ich auch das wertvolle therapeutische Potential psychoaktiver Tryptamine. Man bekommt einen gänzlich anderen Zugang zu sich selbst, wenn dieser genutzt wird, was in meinem Fall schon im Voraus geplant war, kann dieser verwendet werden um das an sich zu verstehen, was zuvor verborgen blieb.

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