Legal Highs (2) (Blauer Lotus)

Das neue Thema hat mich motiviert, mehr zu schreiben und meine Kräutersammlung nach Pflanzen zu durchsuchen, die trotz interessanter Wirkung und legalen Erwerbsmöglichkeiten in der Psychonautik und Drogenforschung wenig Aufmerksamkeit erhalten. Gerade bei dem Blauen Lotus (Nymphaea Caerulea) ist es unverständlich, wieso er nicht schon lange fester Bestandteil eines jeden Psychonautik-Sortiments ist. Da er es mir sehr angetan hat möchte ich gerne einige Informationen über diese Pflanze zusammenfassen und auch wieder die Wirkung bei mir beschreiben, dieses mal etwas ausführlicher.

Es handelt sich um eine Wasserpflanze, die im Nahen Osten (Ägypten, Jemen, früher auch Israel) heimisch ist. Historisch wurde er wohl schon im Ägypten der Pharaonen rituell genutzt, meist als Grabbeilage, allerdings auch zu Berauschungszwecken. [1] Die Wirkung wird meistens als sedierend beschrieben, beruhigend, teilweise aphrodisierend, mild psychoaktiv oder sogar halluzinogen.

Wichtig ist zu beachten, dass der Wirkstoffgehalt des blauen Lotus wie bei allen Pflanzen stark schwankt. Darum kann ein fehlgeschlagener Versuch durchaus vorkommen, dass heißt aber nicht, dass die Pflanze an sich nicht wirkt. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Rauchen des blauen Lotus sehr ineffektiv ist, Einlegen in hochprozentigen Alkohol dagegen einen angenehmen Wirkungsmix aus Ethanol und der Pflanze mit sich bringt. Hier soll es allerdings mehr um meine Erfahrung heute gehen und diese war mit einem Tee aus einem 20x-Extrakt. [2] Etwa 0,75 g gab ich in das erhitzte Wasser und kombinierte es mit etwas Lupulin (dem Wirkstoff des Hopfens), da mein Stresslevel zu diesem Zeitpunkt recht hoch war.

Die Wirkung setzte nach in etwa 20 Minuten ein. Der Lotus-Rausch ist nach meinen bisherigen Erfahrungen immer sehr mild und setzt behutsam ein. Zu Beginn merkt man lediglich eine leichte Sedierung und Euphorie, die sich immer weiter steigert. So auch dieses mal. Ich saß vor dem Laptop und wartete auf das Einsetzen der Wirkung. Nebenbei spielte eine Goa-Playlist, die mir half, die notwendige innere Offenheit für den Rausch aufzubringen. Im Allgemeinen ist es sinnvoll, zur Verstärkung eines induzierten Zustands Musik abzuspielen, die eine ähnliche Stimmung hervorruft. Nach einer halben Stunde bemerkte ich deutliche Veränderungen der Wahrnehmung. Farben wirkten heller, schärfer abgegrenzter und satter. Ich stand von meinem Platz auf und spürte wieder das typische Gefühl des Schwebens, das bei blauem Lotus in Rauschform üblich ist. Ebenso wirken die Bewegungen ungewöhnlich. Die Wirkung war cannabis-ähnlich, nur ohne das auftretende Schweregefühl, aber mit der selben euphorischen und kreativen Grundveranlagung. Unter dem Einfluss von Blauem Lotus denkt man klarer, optimistischer und fokussierter. Da ich allerdings dazu neige, egal bei welchem Wirkstoff (Speed ausgenommen) kurz darauf schlafen zu gehen, beziehungsweise ins Bett zu liegen, konnte dieser Effekt nicht ausgenutzt werden. Stattdessen schlug sich die Kreativität in Gedankengängen nieder, die teilweise interessant, teilweise absurd waren.

Genauso sanft wie sie kommt, geht die Wirkung auch wieder. Man merkt das Heraustreten aus dem Rausch kaum, irgendwann merkte ich einfach, dass er jetzt vorbei war. Das macht den Lotus in meinen Augen auch zu einer sehr attraktiven Substanz. Es kommt zu keinem Kater, der Rausch ist durchgehend angenehm und hat kaum Nebenwirkungen. Es kommt zwar nicht zu krassen Optics, kann aber durch Meditation und Ähnliches eine sehr viel tiefere Erfahrung als sonst auslösen.

 

[1] http://ethnobotanik.net/blauer-lotus/

[2] https://azarius.de/smartshop/herb_extracts/blue_lotus_extract_20x/

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