Die Nakba-Lüge

Die Vertreibung palästinensischer Araber durch jüdische Einwanderer gilt heutzutage für viele als ein beispielloses Verbrechen, auch werden vereinzelt Parallelen zwischen der Nakba und dem Holocaust gezogen. Die Behauptung, es handele sich dabei um eine ethnische Säuberung entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als alles Andere als hieb- und stichfest. Denn wer die Nakba von ihrem wirklichen Ursprung trennt, der erzeugt ein falsches und verzerrtes Bild der gesamten Lage. Fakt ist, die Vertreibung fand während des israelisch-arabischen Unabhängigkeitskrieg statt, der durch eine arabische Offensive gegen den gerade erst gegründeten jüdischen Staat begann und in einem Waffenstillstand endete. [1] Eine Koalition aus den Streitkräften Syriens, Jordaniens, Ägyptens sowie des Iraks und aus dem Libanon griff den Staat Israel an, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal über eine eigene Armee verfügte, sondern nur über eine kleine Bürgerwehr, die Hagana, die sich schon Jahre zu vor wegen der realen Bedrohung durch den arabischen Antisemitismus gegründet hatte. [2]

Die arabischen Palästinenser lehnten schon zuvor den UN-Teilungsplan ab, weil sie das gesamte Gebiet für sich beanspruchten und unterstützten somit die Attacke der arabischen Liga gegen die jüdische Bevölkerung, die zu einem nicht unerheblichen Teil vor dem deutschen Holocaust geflohen war oder ihn nur knapp überlebte. Angesichts der militärischen Erfolge, die die israelischen Freiwilligenverbände schnell erzielten flohen viele Palästinenser, ohne aber aktiv vertrieben worden zu sein. Insofern ist die Einstufung als „Flüchtlinge“ ohnehin falsch, da diejenigen, die geblieben waren heute als gleichberechtigte Staatsbürger in Israel leben und eben keine Verfolgung zu erwarten haben. [3]

Die Araber sehen in der Nakba eine der größten Katastrophen für den Islam und feiern das Gedenken, sogar in Israel selbst. Auch wenn der israelische Staat derartige Gedenkfeiern finanziell nicht unterstützt, so gestattet er sie doch und beweist damit, dass er ein Rechtsstaat ist, der seine eigenen geschichtlichen Fehler, die im Vergleich zu denen der aggressiven und revisionistischen Nachbarn schon als makellos gelten darf, aufarbeitet. Das der Mythos der „Vertreibung“ von Arabern heutzutage, trotz seiner historischen Zweifelhaftigkeit sogar staatlich unterstützte Denkmäler und Ausstellung in Deutschland erhält ist nicht weniger als ein Skandal und darüber hinaus ein Beweis, dass der deutsche Schuldkomplex gegenüber den Juden einen neuen Antisemitismus, den Antisemitismus der Relativierung hervorgebracht hat.

 

 

[1] http://www.hagalil.com/israel/independence/unabhaengigkeit/1948-1.htm

[2] http://www.bpb.de/internationales/asien/israel/44999/interview-benny-morris?p=all

[3] https://www.youtube.com/watch?v=fdCAmbN4E7E

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