Logische Argumentationsfehler 2

Da die derzeitige Debatte auf die Emotionen der Diskutant*innen abzielt, ist es nicht untypisch, neben den bereits genannten Fehlern noch andere Muster zu verwenden, die logisch klingen, aber nicht logisch sind.

  1. Scheinkorrelationen. So weisen Impfkritiker darauf hin, dass die großen Seuchen zeitgleich mit den Impfungen zurückgingen. Also folgern sie, je weniger Menschen impfen, desto weniger von ihnen erkranken, ergo sind Impfungen schädlich. [1] Im genannten Link weisen sie sogar noch auf die Problematik von Scheinkorrelationen hin, ohne zu merken, dass sie gerade auf eine hereinfallen. Denn Scheinkorrelationen sind Werte, die sich proportional verändern, obwohl es keinen logischen Zusammenhang zwischen ihnen gibt. So werden in den Regionen mit vielen Störchen mehr Kinder geboren. Der Zusammenhang ist dabei aber ein dritter Parameter, nämlich die ländliche Region. Auf dem Land ist die Geburtenrate höher und dort leben wegen der besseren Bedingungen auch mehr Störche. [2] Die Impfungen wurden nur deswegen weniger, weil auch die Krankheit zurückgedrängt wurde.
  2. Kausalitätsverdrehungen. Dieser Punkt ist ähnlich dem Ersten, aber nicht ganz identisch. Im Bezug auf den Angriff auf die Krim wiesen viele pro-russische Aktivist*innen auf die Unterstützung der USA für die Maidan-Proteste hin und drehten somit die Kausalitäten einfach um. So wurde die Unterstützung nicht als Hilfe gegen die russische Aggression gewertet, sondern als amerikanische Aggression, gegen die Putin und Russland sich wehren mussten.
  3. Persönliche Erfahrung. Auch Base-Rate-neglect oder Prävalenzfehler genannt. Die persönliche Erfahrung wird über die statistische Häufigkeit gesetzt. So kommt es häufig vor, dass Antifeministinnen als Argument gegen Frauenquoten ihre eigene Freude am „Mutter-Sein“ verwenden oder berichten, nur Frauen zu kennen, die keine Karriere machen wollen. Das Argument der Erfahrung ist dabei schon alleine darum falsch, weil jeder Mensch sich vor allem in Kontexten bewegt, die dem eigenen Naturell entsprechen.
  4. Argument der Natürlichkeit. Wer den Gegensatz von „Natur“ und „Technik“ schafft, der leugnet damit den natürlichen Ursprung des Menschen und damit auch, dass prinzipiell alles, was existent ist gleichzeitig auch natürlich sein muss. Dieses Argument muss also, konsequent zu Ende gedacht, einen Einschnitt in die Evolution voraussetzen, an dem der Mensch seine Natürlichkeit verloren hat und dadurch auch metaphysische Existenzen annehmen. Diese Personen können aber dadurch auch keine naturalistischen Argumente anwenden, da diese ihr eigenes Weltbild implizit widerlegen würden.

 

[1] http://www.impfkritik.de/rueckgang-der-seuchen/

[2] http://www.statistik-und-beratung.de/2013/05/von-storchen-und-babys-die-partielle-korrelation/

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Die Kriegsparteien des Nahen Ostens

Die Überschrift mag anmaßend sein, weil es sich laut herrschender Meinung um einen sehr komplexen Konflikt handelt, den man gar nicht wirklich verstehen könne. Es geht hierbei nicht einmal nur um den israelisch-palästinensischen, sondern um sämtliche Konflikte in der Region. Denn im Kern kann man grob einige wenige Interessengruppen ausmachen:

  • Die Wahhabiten, die vor allem in Saudi-Arabien und Katar die Mehrheit der Muslime darstellen (Selbstbezeichnung „Salafis“). Sie stellen eine extrem konservative Variante des sunnitischen Islam dar und bekämpfen alle shiitischen, alawatischen oder säkularen Ausformungen der Religion, sowie natürlich auch Nicht-Muslime. Der IS legt die Grundideologie des Kalifats in deren Sinne aus und wurde darum lange durch Saudi-Arabien/Kuwait/Katar unterstützt. [1] [2] [3]
  • Die Shiiten und deren Verbündete. Shiitisch dominierte Staaten sind die islamische Republik Iran und der Restirak (von dem man wohl nicht mehr in einem anderen Terminus sprechen kann). Ebenso ist die Terrororganisation Hizbollah Anhänger der Shia, Assad ist darüber hinaus ein Verbündeter dieser Achse, trotz seiner säkular-alawitischen Autokratie. Obwohl der IS sein Regime bekämpfen sollte, herrscht zwischen dem Kalifat und Assad ein Zweckbündnis, dass sich in erster Linie gegen die Kurden und „moderate“ Rebellengruppen richtet. [4] [5] [6]
  • Die Türkei unter Erdogan. Erdogan verfolgt das Ziel eines groß-osmanischen Reiches und unterstützte darum lange Zeit den IS gegen die Kurden. Durch die Anschläge von IS-Militanten in der Türkei selbst wurde diese Hilfe auf Eis gelegt, bzw. minimiert. Erdogan bekämpft das Regime Assads und ist darum im Konflikt mit Russland, dass diesen unbedingt an der Macht behalten möchte. [7] [8] [9]
  • Das putinistische Russland. Russland möchte unbedingt Assad an der Macht behalten, um den eigenen Einfluss zu stärken, der nach dem Zerfall der Sowjetunion verloren ging. Darüber hinaus dient die russische Militärpräsenz VERMUTLICH auch der propagandistischen Außenwirkung als starker und hart durchgreifender Staat. [10]
  • Der demokratische und jüdische Staat Israel und die Kurden. Aufgrund der Unterstützung der Achse Iran-Restirak-Syrien für die Hizbollah fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe auf Syrien. Durch den IS und den Kampf der Hizbollah gegen diesen waren die meisten Milizen gegen Israel lange Zeit in anderen Konflikten gebunden, was für diesen Staat eine Ruhephase bedeutete. Durch eine Häufung radikal-palästinensischer Anschläge gegen jüdische Zivilist*innen und Soldat*innen trat nun aber eine Verschärfung der Innenpolitik in Kraft. Der Islamische Staat hat sich darüber hinaus im Gazastreifen festgesetzt und bedroht dort die Hamas durch noch radikalere antisemitische Forderungen. [11] [12] [13] [14]
  • Der „Westen.“ Darunter subsummiert man alles, was gerne von Freiheit redet, sie aber nicht verteidigen möchte. Deutschland, Frankreich und die kriegsmüden USA glänzten bislang vor allem mit Halbherzigkeit und häufig wechselnden Bündnispartnern. Die USA unterstützen wenigstens die Kurden und sind nach wie vor Schutzmacht Israels, dennoch ist in Obamas Außenpolitik das Trauma mehrerer verheerender Kriege leicht zu entdecken. [15]

Da es noch tausende kleinere Milizen und Fronten gibt, sollten diese hier erst einmal reichen, vor allem, weil es sich um die zentralen Lenker in diesen Konflikten handelt. Die Kurden und Israel stellen die demokratisch-liberalen Kräfte dar und sollten eigentlich für den Westen Priorität besitzen. Dieser steht aber weniger hinter den weltanschaulichen als den monetären Gründen und so bleibt die Unterstützung nur halbherzig. Im Moment gilt wohl für die meisten Parteien die Priorität, den Islamischen Staat zu besiegen, mit welchen Mitteln und Bündnissen ist dabei eher weniger wichtig. Zwar verweigerte sich Obama einer Zusammenarbeit mit Assad, was vernünftig ist, wie lange diese Vernunft aber anhalten wird ist noch unklar, man erinnere sich an andere Versprechen wie die rote Linie bei chemischen Waffen. [16] Frankreich dagegen sagte klar, dass eine Zukunft mit Assad für Syrien nicht möglich ist, schließt aber eine temporäre Zusammenarbeit nicht aus. [17]

Fakt ist, der Islamische Staat ist eine Gefahr für alle Nationen um ihn herum. Durch seine Benennung zum Kalifat hat er nämlich klar gemacht, dass er keine Herrscher neben sich dulden wird. Mit dieser Ernennung hat er sich Saudi-Arabien und andere Unterstützerstaaten zu Feinden gemacht, die auch prompt mit Verhaftungswellen gegen die islamistischen Zellen in ihren eigenen Ländern antworteten. [18] Doch trotz dieser Bedrohung für alle missbrauchen die umliegenden Länder den IS als Vollstrecker gegen die eigenen Gegner. Assad provozierte die Entstehung einer solchen Organisation bewusst, indem er die nicht-islamistischen Rebellen bombardierte, tausende Islamisten entließ und den IS bis heute nur halbherzig bekämpft. Somit ist auch klar, dass Assad und Russland als Urheber des Terrors NICHT seine Lösung sein können und eine Ablehnung von Interventionen an seiner Seite die erste Pflicht sein muss. Assad und IS dürfen keine Möglichkeit haben, Hegemone zu werden. Israel hat dagegen ein Interesse daran, dass über den Kampf gegen den IS nicht der Iran eine internationale Bedeutung erlangt und Teil der Koalition wird, da dieser antizionistische Fronten finanziert und Israel mehrfach mit der Vernichtung bedrohte.

Um es kurz zu machen: Die Türkei kämpft gegen die Kurden und Assad und ging dabei ein Zweckbündnis mit dem IS ein, welcher gegen Kurden, Israel, die westlichen Staaten, die Schiiten und nun auch die Golfstaaten kämpft. Die Golfstaaten unterstützten den IS lange, nach dessen offener Kriegserklärung gingen sie zum Gegenangriff über. Der Iran finanziert die Huthi-Rebellen im Jemen, um die wahhabitischen Staaten in Bedrängnis zu bringen und baut seinen Einfluss im Restirak weiter aus, während er den IS zurückdrängt. Assad ist mit dem Iran und Russland verbündet und bekämpft in erster Linie die Kurden, sowie halbherzig den islamischen Staat. Der Westen kann sich dabei nicht zu einer wirklichen Unterstützung der Kurden durchringen, bombardiert aber den IS, weigert sich dabei aber (noch) mit Putin und Assad zusammen zu arbeiten.

 

[1] http://www.zeit.de/2001/47/200147_wahabismus-kaste.xml

[2] http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/islamischer-staat-gotteskrieger-finanzierung-syrien-irak

[3] http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-terrorgruppe-isis-veroeffentlicht-regeln-fuer-menschen-in-mossul-a-974766.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Schia

[5] http://www.taz.de/!5022185/

[6] http://www.taz.de/!5049323/

[7] http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/tuerkei-wahl-recep-tayyip-erdogan

[8] http://www.spiegel.de/politik/ausland/anschlag-von-ankara-tuerkei-ermittelt-gegen-is-und-pkk-a-1057806.html

[9] https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-syrien-105.html

[10] http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-verstaerkt-militaerhilfe-fuer-baschar-al-assad-a-1064935.html

[11] http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-israel-bombardiert-ziele-auf-den-golanhoehen-a-1049137.html

[12] http://www.n-tv.de/politik/Es-geht-nicht-um-Freundschaft-zu-Assad-article15296906.html

[13] http://www.welt.de/politik/ausland/article147157222/Die-dritte-Intifada-der-Palaestinenser-ist-laengst-da.html

[14] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/28771/Default.aspx

[15] http://www.welt.de/debatte/kommentare/article144436294/Der-Westen-verraet-die-Kurden-fuer-den-IS.html

[16] http://www.welt.de/politik/ausland/article146936404/Zwischen-Obama-und-Putin-steht-Diktator-Assad.html

[17] http://www.n-tv.de/politik/Russen-wollen-Syriens-Gemaessigte-schonen-article16443336.html

[18] http://www.faz.net/aktuell/politik/mehr-als-400-kaempfer-verhaftet-is-verhaftungswelle-in-saudi-arabien-13710273.html

Theorie des kritischen Denkens

Vor einiger Zeit schrieb ich eine kurze Zusammenfassung, was kritisches Denken in meinen Augen darstellt. Ich möchte das hier ausweiten, vielleicht sogar den Beginn eines grundsätzlichen programmatischen Artikels machen.

Kritisches Denken ist das, was die meisten, wenn nicht gar alle, Parteien in der Debatte für sich beanspruchen. Was sie dabei als den Grundstein dieser Annahme deklarieren ist die Tatsache, dass sie tatsächlich alle dogmatische Prinzipien hinterfragen. Da es sich dabei aber meist um die Ideologie des Gegenübers und nicht die eigenen Voraussetzungen handelt, ist auch die propagierte Meinung nicht kritisch. Doch was ist überhaupt kritisch? Hierbei gibt es wohl mehrere Annahmen (natürlich noch weitaus mehr, doch diese sind in meinen Augen die Wichtigsten. Sie werden nur skizzenhaft beleuchtet):

  1. Kritisches Denken hinterfragt alles und leugnet den Wahrheitsgehalt jeder Aussage bis zum Beweis dessen erst einmal. (Empirismus) [1]
  2. Kritisches Denken nimmt die Möglichkeit des Anderen auf und führt den Gedanken weiter bis zu logischen Widersprüchen oder dem Beweis der Richtigkeit der These. (kritischer Rationalismus) [2]
  3. Kritisches Denken ist überhaupt nicht möglich, da alle Annahmen und Richtigkeiten auf subjektiver Erfahrung basieren. (kritische Theorie/Poststrukturalismus) [3]
  4. Das Sinnliche ist das Wahre und wird durch das Denken erst verfälscht. (Nietzsche) [4]

In der Debatte über derzeitige politisch relevante Themen wird zumeist nicht eine dieser Methoden verwendet, wir befinden uns in einer Zeit der Emotionalisierung, die in rationalem Kalkül vorangetrieben wird. Doch aus was sich am meisten bezogen wird ist die persönliche Erfahrung, also der subjektive Eindruck, der verallgemeinert werden kann und universellen Anspruch besitzt. Man mag das als reines Vorurteil abtun, aber die einfache Erklärung ist selten die Wahrheit und erfasst nur minimal, was das Problem ist. Das Problem ist nämlich, dass wir einen falschen Kritik-Begriff herangezüchtet haben, eine falsche Vorstellung von Aufklärung und Bildung. Bildung selbst ist hierzulande nämlich das Lernen und Annehmen von Fakten, ohne diese selbst zu hinterfragen. Wer die meisten Jahreszahlen aufzählen kann, der gilt als intelligent. (die Vermischung der Begriffe „Intelligenz“ und „Bildung“ ist ein anderes Risiko unserer Weltanschauung) Um einen Satz zu verwenden, den ich an anderer Stelle geschrieben habe: „Wer zugibt, wenig zu wissen gilt als unkritischer als der, der vorgibt, alles zu wissen.“ Doch eben das ist die Verkehrung der Tatsachen. Das kritische Denken muss (meiner Meinung nach) in diesem vorerst noch formelhaft skizzierten Schema verlaufen:

  1. Die Annahme des Sinnlichen als erste Wahrheit. Die erste Information, die wir erhalten wird zuerst als Wahrheit oder Richtigkeit zugrunde gelegt. Dabei ist irrelevant, ob die Information sich später als wahr oder falsch herausstellt, sie ist die einzige Basis, von der aus wir handeln können.
  2. Prüfung der Möglichkeit, an weitere Informationen zu kommen. Wenn diese gegeben ist, werden die neuen Informationen abgeglichen mit den bereits Erhaltenen. Diese werden auf Unstimmigkeiten sortiert und wenn möglich durch weitere Recherche überprüft.
  3. Erstellung von Weltanschauungsclustern. Die Informationen werden in Gruppen zusammengefasst, die in sich schlüssig sein sollen. Informationen, die mit allen anderen kollidieren werden vorerst verworfen (mit dem Erhalten neuer Informationen können sie auch wieder aufgenommen werden).
  4. Abgleich mit der eigenen Erfahrung und bereits Bekanntem. Hier wird danach geordnet, was aufgrund bereits geschehener Vorkommnisse am Plausibelsten erscheint und sich am besten einpasst.
  5. Theorien mit zu vielen unüberprüfbaren Annahmen werden fallen gelassen. Diese Methodik, auch Ockham’s Rasiermesser genannt, ist zwar nicht immer richtig, allerdings unverzichtbar, wenn der Informationsfluss gebändigt werden soll. Eine Theorie, die mit zu vielen unbeweisbaren Zusatzannahmen gespickt werden muss ist für den Alltag und die Beurteilung von Geschehnissen unbrauchbar und damit unnütz, selbst wenn sie sich als richtig herausstellen sollte.

Dieses Denkmuster soll in Zukunft auf die hier erscheinenden Artikel auch angewandt werden. Spekulationen werden natürlich nicht ausbleiben (sie sind schließlich falsifizierbar), aber markiert und klar als reine Mutmaßung deklariert. Die politische Debatte muss wieder zu den Grundlagen der Erkenntnistheorie zurückkehren, falls die Demokratie weiter erhalten bleiben soll.

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Logischer_Empirismus

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus

[3] http://www.soziologie.uni-jena.de/soziologie_multimedia/Downloads/LSRosa/Gertenbach/Kulturell_Ubw+_+ad+hoc_gruppe.pdf

[4] Nietzsches Erkenntniskritik

Logische Argumentationsfehler

Aufgrund langjähriger Diskussionserfahrungen mit Verschwörungstheoretikern soll hier eine kleine Zusammenfassung logischer Fehler zusammengetragen werden. Diese Fehler haben ein großes Potential, weil sie auf den ersten Blick logisch klingen, bei genauer Betrachtung erscheinen sie aber wenig stringent oder sogar als Gegenbeweis:

  1. Whataboutism: Whataboutism ist kein direkter logischer Fehler, sondern vielmehr einfach überhaupt kein Argument. So verweisen pro-russisch eingestellte Mitdiskutant*innen häufig auf die Fehler der USA, wenn die Fehler russischer Politik angeklagt werden. Damit soll einerseits impliziert werden, dass beide Parteien gleichwertig seien, andererseits, dass Russlandkritik prinzipiell dadurch falsch wäre, dass andere genauso schlimme Dinge tun. Der größte Fehler ist dabei der Grundgedanke, ähnliche Taten anderer würden die russischen (in diesem Fall) relativieren oder aufheben. Das das nicht der Fall ist, kann man an einem kleinen Beispiel verdeutlichen: Wenn ein Mörder drei Kinder ermordet hätte und ein anderer 5, käme dann auch nur ein Einziger auf die Idee, dem Ersteren eine Generalamnestie auszustellen? Vermutlich niemand.
  2. Cui Bono: Es ist stets die erste Frage, wenn etwas passiert. „Wer profitiert davon?“ Schon allein aufgrund der Tatsache, dass in der Politik selten nur eine einzige Partei Nutzen aus Geschehnissen ziehen kann, ist diese Fragestellung falsch. So kann man z.B. beim 11. September leicht sagen, die USA haben davon profitiert, ergo sind sie auch schuld. Viele glauben die Erklärung. Doch etwas weiter gedacht muss man sagen, dieser Gedanke ist zu kurz. Nicht nur die USA haben davon „profitiert“ (ob überhaupt ist fraglich), sondern auch Saudi-Arabien, dass das Baath-Regime entfernen wollte, ebenso Kuwait, der Iran, der internationale Terrorismus selbst, Russland, im Nachhinein der IS, Russland usw. Nun können allerdings nicht alle dafür verantwortlich sein, weil die Interessen der einzelnen Parteien teilweise konträr entgegengesetzt sind. Das Cui-Bono-Argument wird komplexen gesellschaftlichen Zusammenhängen nicht gerecht.
  3. Argumente ad personam: Die Anschuldigung (meist gegen Journalist*innen), sie wären gekauft, ist keines, weil es die genannten Fakten ja nicht falscher macht. Wenn ich bezahlt würde um Fakten zu verbreiten, die vollkommen richtig sind, wird die Meinung ja nicht dadurch falscher, dass ich sie selbst nicht teile. Auch der Vorwurf, ein Jude würde Israel nur verteidigen, weil er eben Jude ist, macht seine Meinung und seine genannten Realitäten dadurch nicht unglaubwürdiger oder falscher. Sie entspringen einfach einem persönlichen Interesse.
  4. Aufrechnen von Todeszahlen: Wer z.B. im Israel-„Palästina“-Konflikt die Todeszahlen von palästinensischen Zivilist*innen gegen die israelischer aufrechnet, erweckt damit leicht den Anschein, Israel würde brutaler vorgehen. Dabei werden aber Kontexte vollkommen außer Acht gelassen. Israel unternimmt nämlich jede Anstrengung, seine Zivilist*innen zu schützen, während die Hamas die Ihrigen als Schutzschilde missbraucht. Dass angesichts dieser unterschiedlichen Vorgehensweise weitaus mehr palästinensische Todesopfer zu erwarten sind, lässt im Rückblick dann aber nicht mehr den Schluss zu, Israel würde brutaler vorgehen, sondern vielmehr das Gegenteil.

Die UNRWA als antiisraelischer Lobbyverband?

Die UNRWA, kurz für „Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten,“ ist, seiner Selbstdarstellung zufolge, ein streng neutraler Verband, der nichts anderes tut als Hilfen für die Betroffenen des langanhaltenden Konfliktes zu besorgen und sich um deren Wohl zu kümmern [1] Dieses Bild bekommt leider Risse angesichts der Verhaltens der UNRWA im Gaza-Streifen und den palästinensischen Autonomiegebieten. Auch die UN scheint weitaus größeres Interesse an den palästinensischen als anderen Flüchtlingen zu haben, wenn man die Zahlen vergleicht. Die UNHCR, das Hochkommissariat der Vereinten Nationen  für Flüchtlingsfragen, hat etwa 9.300 Mitarbeiter*innen (Stand November 2015 [2]), obwohl sie für alle Flüchtlinge weltweit verantwortlich ist, wohingegen die UNRWA über 30.000 Mitarbeiter*innen für EINEN Konflikt zur Verfügung hat. [3] Zentrale Unterschiede zwischen UNRWA und UNHCR sind aber die Probleme, denn Letztere schaffen es desöfteren, diese zu lösen. Der UN scheint also weniger das Humanitäre am Herzen zu liegen, als die aktive Politik gegen den jüdischen Schutzstaat. Schon seit langem muss sie sich zurecht den Vorwurf gefallen lassen, eine antiisraelische Lobbyorganisation zu sein, nicht zuletzt aufgrund solcher Handlungen und Aussagen:

  • Waffenverstecke der Hamas in angeblich „humanitären“ UN-Gebäuden. [4]
  • An UNRWA-Schulen wird aus Rücksicht auf die Hamas die Geschichte des Holocausts nicht gelehrt. [5]
  • Die UNRWA definiert so ziemlich alles als „palästinensischen Flüchtling,“ was nicht bei drei auf dem Baum ist. So z.B. Nachkommen von Flüchtlingen, sowie Kinder, die von Flüchtlingen adoptiert wurden. [6] Die Definition, die bei sonst allen anderen Konflikten weltweit angewandt wird ist dagegen die des UNHCR, welche folgendermaßen lautet:

 

Im Sinne dieses Abkommens findet der Ausdruck “Flüchtling” auf jede Person Anwendung: „…“ die infolge von Ereignissen, die vor dem 1. Januar 1951 eingetreten sind, und aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will; oder die sich als staatenlose infolge solcher Ereignisse außerhalb des Landes befindet, in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte, und nicht dorthin zurückkehren kann oder wegen der erwähnten Befürchtungen nicht dorthin zurückkehren will.  [7]

Das die UN sich alles andere als neutral in diesem besagten Konflikt verhält dürfte kein allzu großes Geheimnis sein. Die UN verabschiedete im Jahr 2014 1520 Resolutionen gegen Israel, im Gegenzug aber nur je eine (!!!) gegen Syrien, Nordkorea und Iran. Das liegt wohl auch nicht zuletzt daran, dass die UN aus über 190 Staaten besteht, von der nicht einmal die Hälfte demokratisch ist. [8] So schweigt die UN auch darüber, dass christliche Minderheiten weltweit die verfolgteste Menschengruppe überhaupt sind, was wohl der Grund ist, weswegen dieses Unrecht keine Erwähnung findet in der deutschen Medienlandschaft (Nein, keine Lügenpresse. Einfach nur eine Presse, die wegen unmündiger Käufer*innen auf Trashproduktionen und reißerische Berichterstattung zurückgreifen muss). Auch ist die UN sich nicht zu schade, islamische Hegemonie nicht nur zu schonen, sie verschärft sie sogar gezielt durch Resolutionen wie diejenige gegen „Diffamierung von Religionen,“ wobei jedem vernunftbegabten Menschen klar sein muss, dass Religionen keine Ausnahme von der Meinungsfreiheit sein dürfen und genauso Diffamierungen ertragen müssen wie jede andere Weltanschauung auch. Diese Resolution stammt, natürlich, von den islamischen Staaten innerhalb der UN und kann bei entsprechender Auslegung staatliche Christenverfolgung legitimieren. [9]

Das Fazit wird etwas bitter ausfallen, weil es wirklich sehr schwierig ist, bei derartigen Recherchen nicht in gerechten Zorn zu verfallen. Das tue ich jetzt dennoch. Zerschlagt die UN, boykottiert die islamischen Staaten, zwingt sie zur Demokratie und bekämpft mit aller Macht die antiimperialistische Ideologie antizionistischer Stalinisten und Klerikalfaschisten. Die Vereinten Nationen haben ihre ursprünglichen Ansprüche nicht nur nicht gehalten, sie haben sie in das blanke und perverse Gegenteil verdreht.

 

[1]) http://www.unrwa.org/

[2]) http://www.unhcr.de/unhcr/international.html

[3]) http://www.unrwa.org/who-we-are/organizational-structure

[4] http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/israel-gazastreifen-hamas-vereinte-nationen

[5] http://www.hagalil.com/archiv/2011/03/02/unrwa-schulen/

[6] https://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2014/08/01/war-in-gaza-the-controversial-un-agency-that-found-rockets-in-its-schools/?tid=hp_mm

[7] http://www.unhcr.de/fileadmin/user_upload/dokumente/03_profil_begriffe/genfer_fluechtlingskonvention/Genfer_Fluechtlingskonvention_und_New_Yorker_Protokoll.pdf

[8] http://www.botschaftisrael.de/2015/04/01/der-krieg-der-un-gegen-israel-ein-kommentar-von-ron-prosor/

[9] https://www.opendoors.de/verfolgung/news/news_2010/09/080910un/

Was ist kritisches Denken

Das hier ist keine wirkliche Analyse der Gesellschaft. Es soll darstellen, was kritisches Denken ist und was nicht. Heutzutage existieren viele falsche Vorstellungen davon, „Hinterfragen“ und „Kritisch Sein“ gelten als das Gleiche, je mehr bezweifelt wird, desto höher wird es gewertet. Doch ein wirklich kritischer Mensch geht nicht von dem aus, was er nicht weiß, er geht von dem Bekannten aus. Wer angesichts eines Terroranschlags sofort vom Gegenteil der publizierten Versionen ausgeht und danach Argumente sucht, um diese These zu stützen, der offenbart sich als Ideologe, dem nicht die Wahrheit, sondern eine an die Ideologie angepasste Faktenlage wichtig ist. Nach dem Anschlag in Paris dauerte es nicht lange, bis die ersten Verschwörungstheoretiker eine Maßnahme der französischen Regierung annahmen. Das Gleiche galt auch für die Anschläge auf Charlie Hebdo und den 11. September.

Als skeptizistisch eingestellter Mensch kann ich nur sagen, dass diese Menschen aufgrund ihres klar vorgegebenen Feindbildes (eine dunkle Elite im Hintergrund) eben nicht die „Wahrheit“ suchen, (kein Skeptiker würde dies tun, weil er weiß, dass eine objektive Wahrheit für uns ohnehin unzugänglich sein wird) sie suchen 1) eine Anerkennung als kritischer Mensch und 2) eine Bestätigung ihres bisherigen Weltbildes. Das Weltbild des Verschwörungstheoretikers wird damit von 4 Säulen getragen:

  • Narzissmus (man sieht sich als Hüter unbequemer Wahrheiten)
  • Paranoia (es gibt eine feindselige Macht, die hinter allem steckt)
  • Determinismus (Zufälle werden nicht als Ursache anerkannt)
  • Immunisierung (das Weltbild ist unangreifbar, weil Zusatzannahmen getroffen werden, die das Überprüfen unmöglich machen, siehe „Russells Teekanne“ *1)

Der logische Fehler „Cui Bono“ („wer profitiert davon“) ist ein häufig auftretendes Element in Betrachtungen der Verschwörungstheoretiker. *2 Damit soll klar gemacht werden, dass der Profiteur des Ereignisses gleichzeitig Urheber der Situation sein soll. Das kann man mit einem anderen Beispiel schön illustrieren. Man nimmt an, ein Mensch veranstaltet eine Party und lädt 100 Menschen dazu ein. Diese profitieren alle von diesem Angebot durch Gesellschaft und Unterhaltung. Nach der Logik der Verschwörungstheorie müssten sie nun alle Urheber sein, also in gleichem Maße den Veranstalter genötigt haben, die Feier zu veranstalten. In der Realität ist dies aber, wie wir alle wissen, meist nicht der Fall. Somit zeigt sich schon im Alltag, dass „Cui Bono“ nicht nur nicht immer stimmt, sondern in den seltensten Fällen.

Eine weitere beliebte Fehlinterpretation lässt sich mit einem in diesen Kreisen häufig zitiertem Ausspruch aufzeigen:

In der Politik geschieht geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war. Franklin D. Roosevelt

Ob das Zitat von Roosevelt stammt, konnte ich nicht überprüfen, das ist aber auch zweitrangig. Angesichts der Anschläge in Paris wurde dieses Zitat häufig in diesem Kontext zitiert, um damit nahezulegen, die Regierung hätte den Anschlag geplant. Dabei wird typischerweise eine Tatsache übersehen: Der Anschlag war natürlich geplant und keiner hat behauptet, dass er „zufällig“ in dem behaupteten Sinne wäre. Nur war die Planung nicht die Sache der Regierung, sondern die der Terrorzelle. In diesem Licht ergeben auch solche Zitate einen vollkommen anderen Sinn. Die Arroganz der Verschwörungstheoretiker besteht nämlich darin, nur noch eine Kausalität zuzulassen und das ist die Eigene.

Angesichts dessen wird auch schnell klar, was kritisches Denken  eben ist. Es ist nicht den Aufbau von Theorien auf immer wilderen, selbst unbewiesenen oder teils auch widerlegten Spekulationen, sondern die Annahme der Faktenlage und Interpretationen in diesem Rahmen. Das Problem ist, dass diese Art der Analyse weniger Ergebnisse liefert und Qualität wird regelmäßig schwächer als Quantität bewertet. Als kritisch gilt, wer behauptet, alles zu wissen, als dumm, wer zugibt, zu wenig zu wissen. De facto ist es aber andersrum.

 

*1) https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

*2) https://de.wikipedia.org/wiki/Cui_bono

Die Zukunft der AfD

Angesichts der Anschläge in Paris und der Flüchtlingskrise erreichte die Alternative für Deutschland einen Beliebtheitsschub, der ohne diese Geschehnisse wohl nicht eingetroffen wäre. Nachdem die AfD durch interne Streitigkeiten zeitweise auf 3% gesunken war, lag sie danach teilweise sogar im zweistelligen Bereich. *1 *2 Die Frage stellt sich nun, ob die AfD eine ernstzunehmende Gefahr darstellt, vielleicht sogar eine Blockpartei zu werden und damit die politische Landschaft nachhaltig nach rechts zu verschieben, oder ob es ein temporäres Ereignis ist, eine populistische Reaktion auf die Schwierigkeiten, die die BRD in diesen Zeiten zu bewältigen hat. Aufgrund der meisten Positionen, die die AfD vertritt, ist es nicht zu erwarten, dass der Konservatismus Einzug halten wird. Die AfD lehnt überwiegend eine Legalisierung weicher Drogen ab, *3 ist gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (schon unter Lucke, mit der zunehmenden Radikalisierung noch mehr) *4 und für die traditionelle Familie, *5 alles Positionen, die auf die Gesamtbevölkerung äußert unpopulär sind. Nach den internen Streitigkeiten stand die AfD sogar kurz vor der Bedeutungslosigkeit und hätte das gleiche Ende genommen wie NPD/Republikaner/DVU, wenn nicht die Flüchtlingskrise eine verkürzte Welterklärung für viele Menschen nötig gemacht hätte. Das Resultat war eine Anbiederung an Russland und die Schaffung eines Sündenbockes, die USA. Der AfD-Vize Gauland beschuldigte die Vereinigten Staaten, die Flüchtlingskrise ausgelöst zu haben, bzw. große Schuld an ihr zu tragen. *6 Auch der AfD-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen Pretzell punktet mit antiamerikanischem Populismus, indem er die USA beschuldigt, kein Geld für Flüchtlinge, wohl aber für Atombomben zu haben. *7 An dieser Stelle kann man sich den kleinen Seitenhieb nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass die USA im Gegensatz zu Russland 100.000 Flüchtlinge aufnehmen möchte und weitaus weniger Atomwaffen hat als Putins Armee. *8 Das klingt erst einmal nach Whataboutism, zeigt aber nur auf, dass es der AfD nicht um Flüchtlinge geht, (sie wollen selbst keine aufnehmen, obwohl Deutschland in der Region auch mitkämpfte und damit selbst nach ihrer Logik Teilschuld an der Flüchtlingskrise trägt) sondern um eine Unterstützung reaktionärer Weltanschauungen. Auch Russlands Intervention auf Seiten Assads wurde von der AfD nicht weiter negativ kommentiert, obwohl die meisten Flüchtlinge durch Assads Fassbomben und nicht durch den IS zustande kamen. *9 Gauland, Pretzell, Petry usw. wollen die Fluchtursachen gar nicht beseitigen. Sie profitieren von Flüchtlingen, von Anschlägen, von Chaos und das wissen sie auch. Ein europäisches Chaos wurde aber durch Angela Merkel  verhindert. Das Resultat ist nun, dass die AfD eine neue Illusion, eine neue Anomie produzieren muss, um wieder die Stimmung nutzen zu können.

Ihr Dilemma wird also somit klar. Sie darf die Probleme nicht lösen und kann es mit ihrer Weltanschauung auch nicht. Wenn sie es tun, dann werden sie überflüssig und verlieren an Zustimmung, weil die meisten anderen Positionen unpopulär sind. Tun sie es aber nicht, so kann eine weitere Radikalisierung nicht ausbleiben. Eine solche würde aber die letzten Reste des bürgerlichen Images hinwegfegen und sie für die Mitte, die sich noch in der antifaschistischen Illusion wälzt, unwählbar machen. Um es etwas prägnanter zu sagen, die AfD und Pegida haben das gleiche Problem. Die dauerhafte Radikalisierung ist für sie notwendig, um am Leben zu bleiben, gleichzeitig raubt diese ihnen die Anknüpfungspunkte an die bürgerliche Gesellschaft und damit das Rekrutierungspotential.

Da die Geschichte zeigt, dass Flüchtlingskrisen im Allgemeinen gut überwunden wurden, ist damit zu rechnen, dass die AfD nach gelungener Integration des Großteils der Flüchtlinge an populistischem Potential einbüßt. Sie haben keine Traditionswähler und sind immer noch in den meisten Regionen keine gefestigte Kraft. Genau das wird ihnen auch letztlich das Genick brechen.

 

*1) http://www.welt.de/politik/deutschland/article143863429/AfD-stuerzt-in-der-Waehlergunst-auf-drei-Prozent.html

*2) http://www.welt.de/politik/deutschland/article148666662/Union-sackt-auf-34-Prozent-AfD-erstmals-zweistellig.html

*3) http://www.wen-waehlen.de/btw13/parteien/antworten/2125/2022/

*4) http://www.wen-waehlen.de/btw13/parteien/antworten/2125/2022/

*5) http://www.welt.de/debatte/kommentare/article132318965/Merkels-linke-Familienpolitik-treibt-Waehler-zur-AfD.html

*6) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/gauland-usa-tragen-grosse-schuld-an-fluechtlingskrise/

*7) http://www.alternativefuer.de/pretzell-usa-kein-geld-fuer-fluechtlinge-aber-fuer-atombomben/

*8) http://www.gaaa.org/pdf/dokumente/04-atomwaffen.pdf

*9) http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-10/fluechtlinge-syrien-baschar-al-assad-gewalt-fluchtgrund