Islamistischer Nationalsozialismus

Nachdem sich Netanjahu kritisch über die Rolle des Islamismus, vor allem in Form von Mohammed Amin al-Husseini *1, geäußert hatte, brach der Zorn der enthemmten deutschen Presse über ihn herein. Geschichtsrevisionismus wurde beklagt angesichts seiner Aussage, Hitler hätte den Holocaust nicht geplant, sondern der Mufti von Jerusalem. Zuerst einmal, diese Aussage ist Blödsinn. Hitler hatte eine Endlösung schon früh in Erwägung gezogen, die treibende Kraft war de facto vor allem Himmler und das al-Husseini diesen Plan vollkommen unterstützte ist zwar widerlich genug, zeigt aber seine eher geringe Mitläufer-Rolle im 3.Reich. Später schloss er sich der SS an und warb vor allem bosnische Muslime für den Vernichtungszug gegen die Juden ab, Hitler errichtete ihm eine Residenz. Später, nach dem Zusammenbruch des dritten Reichs wurde ihm von Dieter Wisliceny in den Nürnberger Prozessen vorgeworfen, die Nazigrößen zum Holocaust angestachelt zu haben. Auf diese Zitate bezieht sich auch Netanjahu, dessen Verdächtigung damit zwar nicht völlig aus der Luft gegriffen, aber eben auch nicht richtig sind. Der Mufti hatte nicht genügend Macht, um die Deutschen zum „Holocaust zu zwingen,“ diese selbst standen begeistert dahinter und hätten ihn auch ohne arabischen Zuspruch euphorisch vollbracht. Was aber ist der eigentliche Skandal an dieser Geschichte? Netanjahu hat auf eine offene Wunde hingewiesen, nämlich die offene Bewunderung Hitlers durch die arabische Welt bis heute, das Nachleben der national-sozialistischen Ideologie als Massenbewegung im politischen Islam unter religiösen Vorzeichen.

Der Mufti von Jerusalem machte in seinem Wirken den National-sozialismus, in diesem Zusammenhang sollte man eher von National-Islamismus sprechen, zu einer großen Strömung in der arabischen Welt. Er „erfand“ die Ideologie eines judenfreien Palästinas, war zutiefst antibritisch und zettelte 1941 eine pro-nazistische Revolution im Irak an, die aber scheiterte. In einem Zitat legt er nahe, weswegen er den National-Sozialismus als Verbündeten sieht:

“Die Freundschaft zwischen Muslimen und Deutschen ist viel stärker geworden, weil der Nationalsozialismus in vieler Hinsicht der islamischen Weltanschauung parallel läuft. Die Berührungspunkte sind: Der Monotheismus und die Einheit der Führung. Der Islam als ordnende Macht. Der Kampf, die Gemeinschaft, die Familie und der Nachwuchs. Das Verhältnis zu den Juden. Die Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens.” *2

Der Punkt „Verherrlichung der Arbeit und des Schaffens“ sollte dabei vor allem aufmerksam machen, denn der politische Islam steht nicht im Ruf, sonderlich konstruktiv zu sein. Die Frage ist, was mit Arbeit und Schaffen gemeint ist. Sowohl im Islam, als auch im National-Sozialismus und dessen völkischen Vorgängerströmungen muss das gesamte Handeln auf die Reinheit der Rasse/Gemeinschaft gerichtet sein. Die Ruhe und Dekadenz, Lust und Indivdidualität sind beiden Ideologien nicht nur fremd, sie sind ihnen diametral entgegengesetzt. So widersinnig es auch sein mag, auch im angesichts antikapitalistischer Phrasen, die einen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Faschismus sehen, das derzeitig größte Bollwerk gegen den Faschismus ist die bürgerliche Gesellschaft, ebenso Rechtslibertäre und liberale Denker. Das Denken in Eliten verneint nämlich den sozialistischen Aspekt der Gleichheit in der Gemeinschaft, die Betonung von Egoismus ist antifaschistisch oder zumindest eine Form des Antifaschismus. Der Islam erhebt den Anspruch, jeden Lebensbereich zu regeln *3, weil die Freiheit sein natürlicher Feind ist. Im 2.Weltkrieg solidarisierte sich darum auch ein Großteil der Muslime mit dem 3.Reich, weil es der Widersacher gegen den liberalen Westen, in erster Linie Großbritannien war. Die Koalition reichte aber weiter zurück, schon im 1.Weltkrieg konnte sich das damalige deutsche Kaiserreich der Unterstützung durch das osmanische Reich gewiss sein. Fakt ist, der deutsche Geist war dem Islamischen schon immer nahe. Wie al-Husseini zusammenfasste, gemeinsam in der Ablehnung von Individualität, Freiheit, Privatsphäre und der alleinigen Sorge um die Stärke und Weitererhaltung der eigenen Ideologie.

Viele Kritiker der emanzipatorischen Linken werfen ihnen vor, den National-Sozialismus zu relativieren, indem man vor den neuen Gefahren einer Massenvernichtung durch den Islamismus warnt. Sie zeigen so ihre bedingungslose Solidarität zu toten Juden, wie schon andere treffend bemerkten. Diese Unterteilung und das Argument entpuppen sich falsch, wenn man merkt, dass der politische Islam und der National-Sozialismus identisch sind. Vor allem der Expräsident des Iran, Ahmadinedschad, leugnete mehrfach den Holocaust und äußerte sich positiv über den Nationalsozialismus *4 ist aber damit nicht alleine. Wenn wir nicht verstehen, dass die jahrelange Zusammenarbeit nicht nur ein Produkt des Opportunismus war, sondern auch der gemeinsamen Ideologie einer reinen Gemeinschaft der Gleichen geschuldet war, dann werden wir auch den neuen Holocaust nicht verhindern können. Dieser droht derzeit in Form der Atombombe (National-Sozialismus und Islamismus sind nicht in dem Sinne antimodern, dass sie neue Technik ablehnen würden. Sie lehnen die Weiterentwicklung des Menschen ab) durch den Iran. Da der Westen aber ein weiteres mal zugunsten guter Geschäfte einknickte und die Regierungen ihre eigenen Werte eintauschten gegen Einfluss und Rohstoffe wird dieser wohl bald nicht mehr zu verhindern sein.

*1) https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini#Zusammenarbeit_mit_dem_NS-Regime

*2) http://www.islamkritik-objektiv.com/islamkritische-zitate/

*3) http://www.spiegel.de/panorama/welche-sexualregeln-der-islam-vorschreibt-a-892686.html

*4) http://www.welt.de/politik/ausland/article117805757/Ahmadinedschad-ist-stolz-auf-Holocaust-Leugnung.html

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