Islamkritik und Rassismus

Islamophobie ist eines der Schlagworte, welche, von Islamverbänden regelmäßig hervorgekramt, in der Debatte dazu verwendet wird, um Kritik an den Palästinensern als rassistisch zu diffamieren oder auch eine generell religionskritische Haltung. Unbestreitbar ist natürlich, dass der Islam für viele nur ein Aufhänger ist, um daran seinen Rassismus festzumachen und ihn zu verbreiten, aber es gibt doch einen großen Unterschied zwischen einer ideologiekritischen und einer rassistische Islamkritik. Die Rassistische bezieht sich regelmäßig auf die Kultur, bezieht sich positiv auf die christliche und manchmal auch jüdische Tradition und eine gemeinsame „organische“ Geschichte. Diese Kritik ist nicht nur unbrauchbar, weil sie nicht antifaschistisch, sondern lediglich gegen den islamischen Faschismus gerichtet ist. Die ideologiekritische Auseinandersetzung dagegen betrachtet neben den kulturellen Gepflogenheiten (die natürlich auch nicht zu vernachlässigen sind. Es ist naiv zu erwarten, dass eine Mentalität den Charakter nicht prägt) auch die abstrakte Form des islamischen und insgesamt religiösen Weltbildes und zeigt die Parallelen von nationalem und religiösem Faschismus auf, welche bei genauerer Betrachtung nicht mehr zu leugnen sind.

Das die rassistische Islamkritik diese auch nur als Vorwand nutzt, um gegen JEDEN „Kulturfremden“ zu hetzen, kann man schön am Beispiel von PI-News sehen. Diese Seite hetzt gegen Flüchtlinge als entindividualisiertes Kollektiv, damit also auch eine homogene Masse, die auf ihren größten gemeinsamen Nenner, die Kultur, reduziert werden und damit unter einem völkischen Aspekt als Fremdkörper angegriffen werden. Dass dabei nicht einmal differenziert wird, ob Flüchtlinge allesamt Muslime sind, zeigt auf, dass es sich hier weder um eine Islamkritik (diese müsste außerdem zwischen Muslimen und dem Islam trennen), noch um „Angst“ vor Islamisierung handelt. Dummer und primitiver Rassismus ist das Problem dieser Debatte und die Aufgabe aller sollte es sein, die Rassisten und Muslim-Hasser nicht zu Ideologiekritikern zu adeln.

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