Antiamerikanismus und Relativismus

Antiamerikanismus ist eine moderne Form des Antisemitismus, vielmehr aber ein Symptom des ewigen Relativismus.

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Antiamerikanismus ist eine moderne Form des Antisemitismus, vielmehr aber ein Symptom des ewigen Relativismus. Das der Relativismus dabei ein Symptom dieser Zeit ist, ist eine Binsenweisheit. Sogar im akademischen Betrieb ist er verankert, teilweise in Form ganzer Lehrgänge, wie die Gender Studies (welche sich zugegebenermaßen mit dem sozialen Geschlecht auch ein Thema suchten, dass man ohne Relativismus und Dekonstruktion auch nicht anders zugänglich machen konnte), den Postcolonial Studies oder der Critical Whiteness. Der Relativismus ist dabei seltsamerweise eine Ideologiebefreiung und gleichzeitig eine Ideologie. Schneidet der Westen im kühlen Vergleich der Todesopfer schlechter ab, so werden die Toten ideologiebefreit aufgerechnet. Im anderen Fall scheint die westliche, bzw. amerikanische Politik aufgrund der ideologischen Hintergründe plötzlich wieder niederträchtiger. Es ist aber weitaus mehr als reine Einseitigkeit, das den Antiamerikanismus betreibt, vielmehr ist es die Aberkennung des internationalen Wertes der Menschrechte. Hier greift der Relativismus, der alle Kulturen als gleichwertig und damit Menschenrechte zur rein westlichen Angelegenheit macht, die in nicht-westlichen Gegnern auch nicht zur Geltung kommen.

Damit gilt:

1. Nur die westlichen Länder dürfen an diesen Werten gemessen werden                   2. Im Falle des Kampfes sind die Zahlen stumpf aufzurechnen

In dieser Hinsicht ist der Klerikalfaschismus der Hamas wünschenswerter als die israelische Demokratie, denn deren Selbstverteidigung kostet mehr Opfer als die Angriffe der Hamas. Dass aber zahlenmäßig eine so große Divergenz besteht liegt daran, dass die Hamas einerseits keine Vorkehrung treffen, ihre Bevölkerung zu schützen und andererseits, dass sie sogar bewusst hohe Zahlen provozieren *1, um die Weltöffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen. Schon allein an diesem Beispiel offenbart sich, dass der Relativismus brandgefährlich und antiwestlich ist. Es ist kein Rassismus, die westliche Kultur und Aufklärung als einzigartig, sogar als überlegen zu bezeichnen, es ist ein Gebot der Vernunft und nachweislich auch das beste Gesellschaftsmodell. Der Antiamerikanismus ist dabei nicht nur Symptom des Relativismus, sondern auch der Ablehnung der Moderne und vor allem des Kapitalismus. Die große Resonanz in den westlichen Staaten sollte darum neben dem neuen Antisemitismus die größte Sorge sein.

*1) http://www.cicero.de/weltbuehne/trugbilder-im-gazakrieg-die-blutige-guerrilla-taktik-der-hamas/57966

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